Kambodscha 1   Flagge Kambodscha

Reisebericht Urlaub November 1999

Nach einem Zwischenstop in Bangkok ( Thailand ) flog ich weiter in die Hauptstadt von Kambodscha.
Auf dem neuen Airport angekommen erhielt ich nach Zahlung von 20 US $ mein Visum.
Geldwechsel in kambodschanische Riel war am Airport möglich. Hauptzahlungsmittel für Touristen ist aber der US $.
Vor dem Flughafengebäude wartete eine große Schar Taxis, Motorradtaxis und Privatfahrzeuge.
Ich entschied mich für einen preiswerten Transport. ( Motorrad )

Phnom Penh

Der junge Fahrer brachte mich zu einem kleinen Hotel im Zentrum, wo ich eine nette Unterkunft fand.
Am Nachmittag machte ich mich auf Enddeckungstour. Zuerst zum Tonle Sap River an dem die Stadt liegt. Man sah Phnom Penh die französische Kolonialzeit an, breite Prachtstraßen und alte Gebäude. Ich erreichte eine sehr schöne Uferpromenade mit vielen Restaurants und Bars. Dann weiter zum Wat Phnom und zum Psah Thmein ( großer Markt ) in dessen Nähe ich wohnte. Dort gute Einkaufsmöglichkeit für Souvenirs.
Nächsten Tag besuchte ich das Nationalmuseum, den Königspalast, die Silber Pagode und das Unabhängigkeitsmonument. Abends relaxte ich am Fluß und sah dem Treiben zu.
Per Motorradtaxi, fuhr ich am nächsten Morgen zum Toul Sleng Museum. Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer war die ehemaligen Schule der Ort des Grauens. Hier wurde gefoltert und gemordet, mit einer Brutalität, die unbegreiflich ist.
Der anschließende Besuch der Killing Fields war eine ebenso beklemmende Erfahrung.
Der gleichnamige Spielfilm zeigt mit Realität die damaligen Zeit. Die Stadt war während der Roten Khmer total entvölkert, ca.2-3 Millionen Kambodschaner kamen in den Wirren des Bürgerkrieges ums Leben.

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Wat Phnom

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Zelle im Toul Sleng

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Killinng Fields

In aller Frühe des folgenden Tages ging es mit einem Expressboot auf dem Fluß zum Tonle Sap See, vor dem Krieg ein Naturparadies. Nach einer Fahrt von ca.6 Std. über diesen gewaltigen See erreichte ich den Zielhafen.

Mit einem Taxi fuhr ich in die kleine Ortschaft Siem Reap, in dem es viele Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Ein kleines Guesthouse diente mir als Domizil. Abends erkundete ich das Provinzstädtchen, daß nichts besonderes bietet. Es ist sehr auf Tourismus eingestellt, der Markt ist aber,  frühmorgens, sehenswert. In einigen Lokalen kann man sowohl asiatische wie auch europäische Gerichte erhalten.

Angkor

Mit dem gewohnten Motorradtaxi ging es am Morgen los zu den 7 KM entfernten Tempelanlagen.
An einem Checkpoint waren für 3 Tage 60 US $ Besichtigungsgebühr fällig.
Es ging weiter durch das südliche Tor in eine Parklandschaft in der die Tempelruinen liegen. Als erstes besichtigte ich den dominierenden Bayon, mit seinen duzenden von Steingesichtern dann weiter zur Elefantenterrasse. Von dort zu Fuß weiter zum Königspalast, Baphuon, Tep Pramam und Preah Palilay.
Visavis der Elefantenterrasse gibt es einige Souvenirshops und Kneipen in denen ich Mittag machte. Die bedeutendsten Tempel werden von Archäologen aus verschiedenen Ländern restauriert.
Als nächstes durch das Westtor zum Thommanon ( sehr schön ) und zum Ya Keo.( ein gewaltiger Bau )
Am späteren Nachmittag besuchte ich den Ta Prohm.
Dieser Tempel, der von Dschungel und riesigen Bäumen überwachsen ist, wurde so belassen, wie man ihn entdeckte.
Wurzeln der Baumriesen wuchern über Mauern und bringen diese zum Einstürzen.( Kulisse wie für den Film Dschungelbuch )
Neben Angkor Wat und dem Bayon, die Tempelanlage, die mich am meisten beeindruckte.

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Bayon

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Ta Prohm 

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Angkor Wat

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Ta Prohm

Auf dem Rückweg fuhr ich zum berühmten Angkor Wat.
Der riesige Komplex ist von einem breiten Wassergraben umgeben, durch ein Portal betritt man eine gepflasterte Promenade die zum Tempel führt. Der Tempel selbst gigantisch, die Türme und die Ausmaße, sehr interessant die Reliefs mit Kampfszenen und Darstellungen des damaligen Lebens an den Wänden rings um das Gebäude. Auch das Innere mit den Badebecken und den verschachtelten Räumen, sehr beeindruckend. Im Abendlicht ist Angkor Wat einfach phantastisch schön.

In den folgenden 2 Tagen besichtigte ich weitere Tempel wie den Phnom Bakheng , Preah Kahn , Neak Pean , Pre Rup , Barteay Kdel und den Prasat Kravan. Es war überwältigend, die verschiedenen Baustiele und die Menge der Gebäude. Einige Tempel suchte ich mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten auf, um das beste Licht zum fotografieren zu haben und machte immer wieder neue interessante Entdeckungen.

Von Siem Reap fuhr ich dann mit einem Picup über Kampong Cham zurück nach Phnom Penh.
Diese Fahrt bleibt mir unvergessen. Eine Nationalstraße, auf den ersten 100 Km wie ein besserer Feldweg, seit französischen Zeiten nicht mehr geteert. Sämtliche Brücken waren zerstört und durch Vierkantbalken ersetzt, Schlammlöcher ohne Ende, ein wahrer Horror für die Wirbelsäule. Dann wurde es besser. Nach ca.10 Std. erreichten wir unserer Ziel.

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Nationalstraße
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Bäuerin
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Wasserbüffel

Ich übernachtete noch einmal in Phnom Penh und flog am nächsten Tag zurück nach Bangkok.